Detailbeschreibung: Ein Krankentransporter für Iferouâne

Das Dispensaire von Iferouâne soll also einen Krankentransporter bekommen.
Das ist gerade hier sehr wichtig und für das Leben und die Gesundheit vieler Menschen notwendig. Iferouâne ist die letzte medizinische Bastion im Aïr. Weiter nördlich oder östlich gibt es auf Hunderten von Kilometern nichts mehr, was medizinisch gesehen über ein Tuch zum Abbinden und die helfende Kraft von Amuletten hinausgeht. Meist gibt es nicht einmal sauberes Wasser zum Ausspülen der Wunden.
Auf dem Kamel oder Esel als Krankentransportmittel sind es immer einige Tage bis nach Arlit (ca. 180 km). Zu viele, wenn es um Leben oder Tod geht. Deshalb braucht das Dispensaire ein geländetaugliches Fahrzeug. PARMED hat einen gebrauchten Unimog gekauft und eigenständig umgerüstet. Im Februar soll er den Weg via Algerien nach Iferouâne antreten.

Ein weiterer Grund für die Beschaffung des Krankentransporters ist das erfolgreich abgeschlossene Ausbildungsprojekt, das PARMED initiiert und finanziert hat. In zwei Jahren wurden insgesamt 40 Hebammen und 40 Krankenpfleger/Ersthelfer in einem dreiwöchigen Intensivlehrgang ausgebildet. Sie versehen jetzt ihren "Dienst" in den unzugänglichen Regionen des Aïr, ausgestattet mit einem Erste-Hilfe-Koffer. Diese Leute müssen von Zeit zu Zeit von einer medizinischen Fachkraft besucht werden, um anstehende Fragen zu klären und den Medikamentenvorrat aufzufüllen.

Neueste Meldung:
Am 4. Februar 2000 ging ein Unimog auf Reisen! Auf dem Landweg über Algerien kam er zu seinem Bestimmungsort Iferouâne. Damit ist ein weiterer Schritt für eine bessere medizinische Versorgung der Tuareg in den abgelegenen Gebieten des Aïr-Gebirges getan. Vielen Dank an alle Spender und ehrenamtlichen Helfer, die das möglich gemacht haben!


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